MarderWIKI – Infos zu Marderschäden, Marderbefall und Erste-Hilfe-Maßnahmen  

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Marderbefall rechtzeitig erkennen

Kommt es zu einem Marderbefall, hinterlassen die Tiere in der Regel deutliche Spuren, die auf sie hinweisen. Je früher Sie diesen nachgehen, desto höher ist die Chance einen möglichen Marderschaden rechtzeitig zu erkennen oder sogar ganz zu verhindern.

1. Pfotenabdrücke

Pfotenabdrücke sind das häufigste Indiz für einen Besuch der lästigen Viecher. Nicht selten werden ihre Abdrücke mit denen von Katzen verwechselt. In der Größe ähneln sich beide zwar, der Marder besitzt an den Vorderpfoten jedoch fünf Zehen, eine Katze nur vier. Mit diesem Wissen lassen sich die Spuren schnell zuordnen. Am deutlichsten sind diese wohl auf der Motorhaube bzw. dem Dach des Fahrzeugs oder an besonders staubigen Stellen auf dem Dachboden oder den Kellerräumen zu erknennen.

Pfotenabdruck des Marders

2. Tierhaare

Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen, mögliche Eintrittswege der Tiere auf Haarbüschel, die der Marder beim Einstieg in das Auto oder das Haus verloren haben könnte. Oftmals lassen sich diese an besonders engen Stellen finden, an denen sich der Marder durchquetschen musste.

 

3. Abfälle, Kadavar und Kotspuren

Hat sich ein Marder erstmal niedergelassen, wird es nicht lange dauern, bis er Abfälle oder Kadavar, in seine neue Behausung schleppt und dort bunkert. Auch Kotspuren sind meist leicht zu erkennen und eindeutige Hinweise auf einen ungebetenen Gast.
Der Blick unter die Motorhaube kann sich also lohnen!

 

4. Uringeruch

Starker Uringeruch sollte nicht ungeachtet bleiben. Ein schneller Blick in den Motorraum kann Klarheit verschaffen und weitere Spuren (wie oben beschrieben) aufdecken. Auch bei Anzeichen im Haus sollte sofort reagiert werden. Der Uringeruch ist aus Wänden oder dem Boden meist nur schwer zu entfernen. Der Marder so schnellstmöglich gestoppt werden.


5. Anzeichen von Schäden im Motorraum

Nehmen Sie Anzeichen von Marderschäden ernst. Der Marder hinterlässt meist dreieckige Bissspuren. Kontrollieren Sie regelmäßig Kabel, Schläuche und Dämmmaterial auf Schäden. Achten Sie außerdem auf austretendes Kühlwasser. 

Sollten Sie einen Marderschaden erkannt haben, melden Sie dies schnellstmöglich Ihrer Versicherung und lassen Sie das Fahrzeug durch einen Profi checken.

Warum beißt der Marder?

Marder lieben dunkle, warme und trockene Plätze. Aus diesem Grund wecken insbesondere Motorräume ihr Interesse. Das Mardermännchen nimmt das neue Domizil in Besitz und hinterläßt Duftspuren. Verläßt das Fahrzeug seinen Standort und wird im Revier eines anderen Männchens geparkt, ist die Gefahr groß, dass ein anderes Männchen dadurch angelockt wird und aufs äußerste gereizt, die Duftspuren seines Rivalen zu beseitigen versucht. Dann ist vor seinen scharfen Zähnen nichts mehr sicher.

Bissspuren des Marders

Wie werde ich den Marder los?

Laut Experten sind elektronische Marderabwehr-Geräte der wirksamste Schutz vor Marderbefall. Als Herstellung haben wir uns daher auf die Fertigung und den Vertrieb von drei Arten elektronischer Marderabwehr-Systemen spezialisiert:

Hochspannungsabwehr (Geeignet für den Schutz von Fahrzeugen)

Der Marder bekommt beim Versuch den Motorraum zu erreichen einen leichten Stromschlag, der das Tier nicht verletzt, jedoch nachhaltig vertreibt. (Wirkungsprinzip: Weidezaun)

Ultraschallabwehr (Geeignet für den Schutz von Fahrzeugen, Haus und Garten)

Die Geräte senden schrille Ultraschalltöne aus, die für den Marder unerträglich, für den Menschen aber nicht hörbar sind. Der Marder verlässt das Gebiet und kann somit keinen Schaden anrichten.

Blitzlichtabwehr (Geeignet für den Schutz von Fahrzeugen, Haus und Garten.)

Stroboskop-LEDs erzeugen ein wirres Blitzlicht-Gewitter, welches dem Marder die Orientierung raubt und somit in Panik versetzt.
Resultat: Der Marder flüchtet aus der Umgebung.

Marderschäden

Sie haben einen Marderschaden an Ihrem Fahrzeug erkannt und wissen nicht was Sie nun tun sollen?

Eine Weiterfahrt sollten Sie tunlichts vermeiden, ansonsten drohen schwerwiegende Folgeschäden mit teils lebensbedrohlichen Risiken! Hier hilft leider meist nur der Abschleppdienst. Kontaktieren Sie einen Fachmann und lassen Sie die Schäden prüfen.

Experten schätzen die jährlichen Reparaturkosten der von Mardern verursachten Schäden auf 50-70 Millionen Euro.

 

Marder verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe durch Beißen in Gummi und weiche Kunststoffteile von Fahrzeugen.

Zerfetzte Dämmung: Ein beliebtes Ziel des Marders

Mögliche Folgeschäden:

  • Angebissene Zündkabel können zu Zündstörungen führen (unrunder Motorlauf). Unverbrannter Kraftstoff kann den Katalysator schädigen.
  • Defekte Gummimanschetten sind im Fahrbetrieb nicht sofort spürbar; erst das Auswaschen der Fettfüllung bzw. das Eindringen von Schmutz und Wasser führen zu starker Beschädigung der Bauteile. Dies kann im Bereich der Lenkung zu einer Gefährdung führen. Im Reparaturfall ist mit hohen Folgekosten zu rechnen!
  • Wasserverlust durch zerfressene Kühlwasserschläuche kann zu Motorüberhitzung führen! Die Folge ist oftmals ein kapitaler Motorschaden.

 

Die häufigsten Bauteile die von Mardern verbissen werden:

  • Zündkabel
  • Kühlwasserschläuche
  • Kunststoffschläuche
  • Faltenbeläge an Antriebswellen und Lenkung
  • Niederspannungskabel bzw. deren Isolierung
  • Isoliermatten für die Geräusch und Wärme-Dämmung.

Der Marder – ein Allesfresser

Die frühe Scheu vor Großstädten haben die Marder längst verloren. Parkende Autos wurden einfach in den natürlichen Lebensraum mit einbezogen. Das Wissen, daß Motorräume interessante Höhlen darstellen, wird von Generation zu Generation weitervererbt und breitet sich so von Süden nach Norden immer mehr aus.

Steinmarder sind Allesfresser mit ausgeprägtem Erkundungsverhalten: Alles was interessant scheint, wird ins Maul genommen um es beurteilen zu können. Die Paarungszeit beginnt Ende Juni. Deshalb erreichen die Revierkämpfe im Mai ihren Höhepunkt. Ende der Siebzigerjahre gab es in der Schweiz und in Süddeutschland die ersten Fälle, daß Steinmarder in Motorräume von Kraftfahrzeugen Gummi und Schlauchteile zerbissen. Inzwischen gibt es Marderschäden in ganz Europa.

Familien der Marder

Echte Marder: Baummarder, Steinmarder, Buntmarder, Fischmarder, Fichtenmarder und Zobel

Stinkmarder: Iltis, Frettchen, Steppeniltis, Schwarzfußiltis, Tigeriltis, Europäischer Nerz, Nordamerikanischer Nerz, Hermelin und Mauswiesel

Unterfamilie: Dachse, Ottern und Skunks

Die Verbreitung des Marders im deutschsprachigen Raum

Anfang der Fünfzigerjahre war der Steinmarder (martes foina) bei uns fast ausgerottet. Wegen ihres Fells wurden die schlanken, knapp katzengroßen Raubtiere gnadenlos gejagt. Inzwischen wird der Bestand in Deutschland auf rund 840.000 Tiere geschätzt. Ihre Verbreitung ist im Süden am stärksten und baut sich nach Norden hin immer weiter aus.
Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besteht auch in der Region zwischen Kassel und Hamburg ein erhöhtes Risiko von Marderattacken betroffen zu werden.

Marder jagen oder vergiften – Rechtliche Situation

In Deutschland ist es verboten Marder eingeständig zu fangen, zu vergiften oder auf andere Weise zu töten. Da der Marder dem Jagdrecht unterliegen, darf er nur von Inhabern eines Jagdscheins gefangen und gejagd werden.
Sollten sie Opfer eines Marderbefalls sein und das Problem selbst nicht in den Griff bekommen, beauftragen Sie den örtlichen Kammerjäger. Dieser wird sich fachgerecht um die Marderverdrängung kümmern.